DIE KATHEDRALE
An der
Nordseite des Plaza de Armas gelegen, wurde die heutige Kirche ueber den
Mauern des wichtigsten Tempels der Inkas (dem Gott Wiracocha gewidmet)
errichtet. Mit dem Bau wurde 1566 begonnen, 1669 war die Karhedrale
vollendigt. Die Plattform bildet die Form eines Kreuzes. Kuenstler wie Marcos
Zapata, Rafael de Urbina und Melchor Huamán haben zur Errichtung und
Schmueckung beigetragen; Werke aus der Zeit des Barocks, des Rococo und des
Churrigeresco finden sich in der Kathedrale.
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Die
Kathedrale |
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SAN
BLAS
An der Plazalota de San
Blas befindet sich eine der ersten in Cusco gebauten Pfarreikirchen, die von Viceroy Francisco
Toledo konstruiert wurde. 1650 zerstoerte ein Erdbeben San Blas; die
heutige Kirche ist eine Rekonstruktion; auch diese Plattform bildet ein
Kreuz.
In der Kirche
lassen sich Werke von Juan Espinoza Medrano sowie die von Juan Tomás Tuyru
Túpac im barocken Stil wunderschoen geschaffene Kanzel bewundern.
SANTO DOMINGO ODER
QORICANCHA
An der plazoleta Santo Domingo
gelegen, waehrend der Zeit der Inkas Inti Kancha genannt, war dieser Tempel
der wichtigste der Bewohner des Tals von Cusco, um die Goetter der Agrikultur
zu verehren und huldigen. Santo Domingo fiel ebenfalls dem Erdbeben von 1650
zum Opfer und wurde dann zwei Jahre fertiggestellt.
Die Kirche, die
wir heute sehen, hat drei Tuerme und die Form eines griechischen Kreuzes, die
Vorderseite ist im barocken Stil gebaut, mit einer Tendenz zum Churrigeresco.
Die bemalten
Leinwaende im ersten Turm erzahlen vom Leben und Wirken des Santo Domingo de
Guzmán und entstammen der Hand des Meisters José Espinoza, daneben finden
sich auch Werke von Diego Quispe Ttito, Lázaro Pardo del Lago,
Pedro Santangel und Marcos Zapata.
SAN
FRANCISCO
1538 begann der
Franziskanerorden, seine Kirche auf der frueheren Kasana (Plaza San Francisco)
zu errichten. Die Familien von Pizarro und Sillerico besassen zuvor diesen
Inkapalast.
Nach der
Zerstoerung in 1650 vervollstaendigten Mestizos das Gebaeude in der Form eines
lateinischen Kreuzes. Die Stirnseite wurde im Stil des Plateresco geschaffen,
im Turm finden sich mehrere romanische Elemente.
In der Kirche
befinden sich Werke, die Juan Espinoza de los Monteros, Diego Quispe
Ttito, Basilio Pacheco, Marcos Villena, Marco Serrano, Basilio Santa Cruz und
anderen zugeschrieben werden, und die nach der Escuela Cusqueña gefertigt
wurden. Die Portraetbilder entstammen dem barocken Zeitalter, die Kuenstler
sind Oquendo und Pancorbo.
LA
MERCED
An der Plazoleta
Espinar gelegen. Das Kloster La Merced wurde 1539 von Fray Pedro Trujillo y
Castañeda gegruendet. Die Kirche wurde beim Erdbeben erheblich geschaedigt,
die Wiedererrichtung dauerte zwischen 15 und 20 Jahre. La merced laesst sich
in wie folgt "aufteilen":
* Das Kloster,
das frueher aus vier Gebieten bestand, eines davon wurde zum Colegio La Merced
umgewandelt.
* Die Kirche,
deren Plattform wie ein griechisches Kreuz aussieht und die aus einem
erhoehten und einem tiefer gelegenen Teil besteht.
* Der
Glockenturm, der in barocker Bauweise errichtet wurde.
* Im Innern
befinden sich viele Kunstwerke von Ignacio Chacón, die das Leben des Don
Pedro de Nolasco, Gruender des Ordens, malerisch beschreiben.
* Diego de
Almagro und Gonzalo Pizarro wurden in der Kirche bestattet. Ein Geruecht
besagt, dass sich auch die sterblichen Reste der Familie des Túpac Amaru dort
zu finden seien.
* Ebenfalls in
La Merced steht die "Custodia de la
Merced", gebildet aus 24k Gold und bestueckt mit ueber 1200 verschiedenen
Edelsteinen..
LA COMPAÑIA DE
JESUS
La Merced wurde
ueber den Mauern des Wayna Cápac- oder Amaru Kancha-Palastes errichtet, da
die ankommenden Jesuiten diesen Platz als besten bezeichneten, um ihre Kirche
und Schule zu bauen. Francisco de Borja war verantwortlich fuer den ersten Bau
1566, der dann 1650 infolge des gleichen Erdbebens zerstoert wurde. Der zweite
Bau wurde 1671 von Juan Bautista Gilles fertiggestellt. Auf aus bestem
Material geschaffenen Verzierungen und
auf das wertvollste Material zum Bauen wurde grossen Wert gelegt.
IGLESIA DE
BELEN
DIe Kirche
steht im frueheren Quartier der Inkas Ch'akillchaKa im Westen von Cusco. 1550
entschieden die Spanier, ein Kloster fuer Mestizen zu bauen. 1650 stuerzte sie
zusammen, 1715 war sie wieder errichtet.
Die Statue der
Patronin, La Virgen de Belén, die von Spanien finanziert wurde (ebenso der
Señor de los Templores in der Kathedrale), ist eine der am reichsten
verzierten und ausgestatteten Statuen, die je gesehen wurden. Ihr Sockel
besteht aus Silber und ist mit Edelsteinen verkleidet.
PARROQUIA E IGLESIA DE SAN
SEBASTIAN
Bis zum
Erdebeben 1650 lautete der Name San Lazaro.
Die Kirche
befindet sich auf der Plaza de San Sebastian, etwa 5 km vom Stadtzentrum
entfernt.
Die Kirche ist
in drei Teile aufgeteilt; die Plattform verweist auf ein lateinisches Kreuz;
der Hauptaltar wurde im Barocken Stil geschaffen; die Figur des San Sebastians
wird Melchor Huamán Mayta zugeschrieben (1673); des weiteren wurden Werke von
Diego Quispe Tito gefunden.
MONASTERIO
DE SANTA
TERESA
Diese sehr nahe
am Plaza de Armas gelegene Kirche gehoert zur Kirchgemeinde Carmelitas Descalzas.
Der Bau wurde 1676 beendet; im Innern befinden sich zahlreiche Gemaelde, die
das Leben der Santa Teresa illustrieren.
IGLESIA Y CONVENTO DE SANTA
CLARA
Die an der
Strasse Santa Clara gelegenen Kirche und Kloster wurden 1551 gegruendet und
beherbergten die Toechter der Eroberer. Der Hauptaltar (von Pedro de
Oquendo) ist ueber und ueber mit Spiegeln bedeckt.
LA IGLESIA CONVENTO DE LA
RECOLETA
La Recoleta
steht im Inkaquartier Munaysenca (was uebersetzt so vile wie schoene Nase
heisst) im Osten der Stadt und wurde von Padre Francisco de Velasco 1599
gegruendet. Die Gemaelde allerdings wurden erst 1669 vom Kuenstler Juan
Basilio Santa Cruz geschaffen; sie zeigen uns das Leben und die Wunder des
Francisco von Asisis. Ebenfalls findet sich in dieser Kirche den schoensten "Cristo
pobre", ein Meisterwerk Natalicio Delgado.
IGLESIA DE SAN
CRISTOBAL
In Qolqanpata
gelegen, ueber einen Palast des Manco Cápac 1673 gebaut, war San Cristobal
nur fuer die Hochlandbewohner gedacht. Dementsprechend ist sie auch sehr
einfach ausgefallen, der Turm besteht aus Steinen.
PARROQUIA DE SANTA
ANA
Santa Ana
befindet sich in Carmenqa, nordoestlich der Plaza. 1559 fertiggestellt, war
auch diese Kirche fuer die Hochlandbewohner errichtet worden. Im Innern waren
viele Gemaelde, die Corpus Christi malerisch repraesentieren und die sich
heute im Arte Religioso Museum bewundern lassen, u.a. Bilder von El Señor del Cabildo, La Virgen Santa
Ana und El Señor del Santo Sepulcro.
IGLESIA DE SAN
JERONIMO
Auf dem Gebiet
von Waqoto suedlich von Cuzco errichtet (1572), ist diese sehr einfache Kirche
vor allem von einheimischen Bauern frequentiert worden.
IGLESIA DE SAN
PEDRO
Zuerst war
diese Kirche als Spital fuer die Hochlandbewohner gedacht. Sie wurde 1556 von Juan Tomás Tuyru Túpac
gebaut; er ist auch der Kuenstler der Kanzel (1706), der Bilder von der Virgen Purificada
und des Apostels San Pedro (Petrus).